Primärversorgungssystem: Gesundheitsminister kündigt Entwurf für November an (aerztezeitung.de)

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Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will voraussichtlich im November 2026 einen Gesetzentwurf für ein neues Primärversorgungssystem vorlegen. Das kündigte er bei seiner ersten Regierungsbefragung im Bundestag an. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten besser durch die Versorgung zu steuern und lange Wartezeiten auf Arzttermine zu verkürzen.

Als Problem nannte Linnemann Wartezeiten von durchschnittlich 36 bis 41 Tagen für gesetzlich Versicherte und die hohe Zahl der Arzt-Patienten-Kontakte. Neben dem Primärversorgungssystem setzt die Bundesregierung auf eine digitale Ersteinschätzung und eine Reform der Notfallversorgung. Die Rufnummern 112 und 116117, digitale Verfahren und Integrierte Notfallzentren sollen enger zusammenarbeiten und Menschen in die passende Versorgungsebene leiten.

Wie das Primärversorgungssystem konkret ausgestaltet wird, ist noch offen. In der Regierungsbefragung wurden unter anderem die wohnortnahe Erreichbarkeit, ein verbindlicher Leistungskatalog und ein Qualitätsmonitoring angesprochen. Linnemann nannte dazu noch keine Einzelheiten. Die Ankündigung ist daher zunächst ein Zeitplan und noch keine beschlossene Regelung.

Für Menschen mit CRPS und anderen chronischen Schmerzerkrankungen kann eine verlässliche Koordination Vorteile bringen, wenn Befunde, Medikamente und Behandlungen verschiedener Fachrichtungen besser aufeinander abgestimmt werden. Eine zusätzliche Steuerung darf jedoch nicht zu neuen Hürden führen. Laufende fachärztliche und schmerzmedizinische Behandlungen, notwendige Verordnungen und der schnelle Zugang zu spezialisierten Praxen und Ambulanzen müssen erhalten bleiben.

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Der Artikel erschien zuerst auf aerztezeitung.de